Was die Box misst
Sichtung, hingeschaut, Blickzeit – was die Zahlen bedeuten, wie die Box sie schätzt und wo sie danebenliegen können.
Die Box zählt Sichtungen und schätzt aus der Kopfrichtung, ob dabei zum Bildschirm geschaut wurde. Diese Seite legt fest, was die Wörter auf der Website, im Konto und im Bericht bedeuten. Überall gelten dieselben Definitionen.
Die drei Begriffe
- Sichtung: Eine Person ist mindestens zwei Sekunden im Bereich vor dem Bildschirm. Wer weggeht und wiederkommt, zählt erneut, denn die Box erkennt niemanden wieder. Eine Sichtung ist darum keine Person und kein Besucher.
- Hingeschaut: Bei einer Sichtung zeigte der Kopf mindestens eine Sekunde zum Bildschirm. Die Box schätzt das aus der Kopfrichtung, nicht aus den Augen.
- Blickzeit: Wie lange der Kopf zum Bildschirm zeigte, in Sekunden.
Die Zahlen im Bericht
- Sichtungen: wie viele Sichtungen es gab. Dieselbe Person kann mehrfach darin stecken, etwa wenn sie mehrmals am Bildschirm vorbeigeht.
- Haben hingeschaut, in Prozent: der Anteil der Sichtungen, bei denen hingeschaut wurde. Gezählt werden nur Sichtungen, bei denen die Kamera das Gesicht gut genug sah. 31 % heißt: etwa jede dritte Sichtung.
- Ø Blickzeit: der Durchschnitt der Blickzeit, gerechnet über die Sichtungen mit Blick.
Neben jeder Zahl steht der Vergleich zur Vorwoche. Auf den Vergleich kommt es an, weniger auf die Zahl allein. Mehr dazu im Wissen: Kennzahlen richtig lesen.
Zahlen je Folie
Der Anteil je Folie ist vorläufig. Er entsteht aus dem Zeitraum, in dem die Folie lief, und nicht aus einer Zählung je Folie. Vergleichen Sie zwei Folien darum nur, wenn sie zur selben Zeit am selben Bildschirm liefen und genug Sichtungen haben. Die Tageszeit steckt in der Zahl: Eine Folie, die nur mittags läuft, trifft auf anderes Publikum als eine, die den ganzen Tag läuft.
Wie die Box das macht
- Die Kamera liefert Bilder. Die Box findet darin Personen.
- Für jede Person schätzt sie, wohin der Kopf zeigt, als zwei Winkel. Gefühle oder Stimmung bewertet sie nicht.
- Ist eine Person mindestens zwei Sekunden im Bereich, wird daraus eine Sichtung. Zeigt der Kopf dabei mindestens eine Sekunde zum Bildschirm, gilt sie als hingeschaut.
- Das Bild wird danach überschrieben. Übrig bleiben Zahlen.
Das Kamerabild wird in der Box ausgewertet und nicht gespeichert. In Ihr Konto gehen nur Zahlen. Zum Einrichten und Kalibrieren gibt es eine Service-Ansicht mit dem Kamerabild: Sie ist standardmäßig aus und lässt sich nur zeitbegrenzt freischalten, für höchstens 30 Minuten.
Es ist eine Schätzung
Die Box schätzt Kopfrichtung, Alter und Geschlecht. Das kann danebenliegen, etwa bei Gegenlicht, in der Dunkelheit oder bei verdecktem Gesicht. Mehr dazu unter Messqualität.
Wie weit sie sieht
Die Blickrichtung erkennt die Box bis etwa vier Meter vor dem Bildschirm. Gezählt, wie viele vorbeikommen, wird auch weiter hinten. Wie Sie die Kamera gut ausrichten: Kamera montieren und ausrichten.
Was die Box nicht misst
- keine Namen, keine Gesichter zum Wiedererkennen
- keine Gefühle, keine Stimmung
- keine Person über Tage hinweg: Wer morgen wiederkommt, ist eine neue Sichtung
- keinen Umsatz: Aufmerksamkeit zeigt, was beachtet wird, nicht, was verkauft wird